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Bosch probt Carsharing mit E-Transportern bei toom

Bosch startet einen neuen Sharing-Dienst für Elektro-Transporter. Gemeinsam mit der Rewe Group-Tochter toom will das Unternehmen den Service dort testen, wo Transporter mit ausreichend Platz für schwere und unhandliche Einkäufe gefragt sind: im Baumarkt.

11. Oktober 2018
Bild 1: Bosch probt Carsharing mit E-Transportern bei toom (Ab Dezember 2018 sollen toom-Kunden den neuen Service von Bosch testen können: Elektro-Transporter per App buchen, einsteigen und sperrige Einkäufe stressfrei nach Hause bringen. )

„Bosch wächst mit digitalen Diensten für die urbane Mobilität. Das Teilen von elektrischen Transportern hat großes Wachstumspotenzial“, sagt Dr. Rainer Kallenbach, Vorsitzender des Bereichsvorstands für den Geschäftsbereich Connected Mobility Solutions von Bosch. Mit mehr als 330 Märkten zählt toom zu den führenden Anbietern der deutschen Baumarktbranche. In fünf ausgewählten Märkten können Kunden ab Dezember 2018 Elektro-Transporter direkt beim Einkauf mit nur wenigen Klicks auf dem Smartphone buchen und Terrassenplatten, Balkonpflanzen und Wandfarbe schnell und einfach nach Hause bringen. „Als nachhaltig handelndes Unternehmen ist es uns besonders wichtig, unseren Beitrag zum Umweltschutz stetig zu erweitern. Daher freuen wir uns sehr, dass wir unseren Kunden nun auch auf dem Weg nach Hause eine umweltfreundliche Transportmöglichkeit ihres Einkaufs anbieten können“, sagt Wolfgang Vogt, Geschäftsführer Finanzen und Personal bei toom. Dass Bosch sich mit Sharing-Diensten auskennt, zeigt das Unternehmen mit Coup, einem Leihservice für Elektroroller. Seit dem Start von Coup im Jahr 2016 fahren heute 3.500 Roller durch Berlin, Paris und Madrid.

Elektro-Flotte zum Mieten

In Deutschland hat jedes zehnte Carsharing-Auto einen Elektroantrieb. Sowohl mit COUP als auch dem neuen Transporter-Sharing setzt Bosch zu 100 Prozent auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge. „Rein elektrisches Fahren ist ideal für die urbane Mobilität – sei es beim städtischen Lieferverkehr oder der individuellen Mobilität in Metropolen“, sagt Kallenbach. Zunächst werden Baumärkte in Berlin, Frankfurt, Leipzig, Troisdorf und Freiburg den Dienst anbieten. An diesen Märkten stehen bereits Ladesäulen für die kleinen elektrischen Nutzfahrzeuge, die beim neuen Leihservice von StreetScooter kommen. Für diese Fahrzeuge liefert Bosch die Antriebskomponenten.

Die gemeinschaftliche Nutzung von Elektro-Transportern kann für Bosch nicht nur im Baumarkt funktionieren: Kommt der neue Service bei den Nutzern an, plant Bosch eine Expansion des Sharing-Dienstes gemeinsam mit weiteren Partnern – seien es zusätzliche Märkte von toom, Möbelhäuser, Super- oder Elektromärkte.

Carsharing ist kein Nischenthema mehr. Das zeigt das rasante Wachstum der Branche: Bis 2025 soll der weltweite Markt auf 36 Millionen Nutzer anwachsen (Quelle: Frost & Sullivan). Besonders in Großstädten nutzen Bewohner immer häufiger das Angebot, Fahrzeuge 24/7 per App zu buchen und direkt loszufahren. Große und sperrige Einkäufe passen jedoch meist nicht in den Rucksack, wenn man mit einem geliehenen Roller oder dem Miet-Fahrrad durch die Stadt fährt. Wer kurzfristig eine Transportlösung für seine Baumarkteinkäufe sucht, der bucht sich mit dem neuen Service entweder einige Stunden vorab oder spontan beim Einkauf einen geräumigen Elektro-Transporter. Die Rückgabe erfolgt an derselben Station, an der die Baumarkt-Kunden das Fahrzeug abholen. Nutzer zahlen eine Stundenpauschale, in der Kilometer und das Stromtanken inkludiert sind. Das sei häufig günstiger als die Anmietung eines klassischen Mietwagens, so der Anbieter. Der gesamte Prozess der Anmietung und Rückgabe verläuft komplett digital.