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Elektromechanische Zylinder für große Kräfte

Pünktlich zur Motek hat der Automatisierungsspezialist ANT sein aktuelles Hubgetriebe-Programm um die zweite Generation elektromechanischer Zylinder vom Typ EMC erweitert.

11. Oktober 2018
Bild 1: Elektromechanische Zylinder für große Kräfte (Auf der Motek 2018 präsentiert ANT erstmals die nächste Generation der elektromechanischen Zylinder vom Typ EMC, die ab sofort das Hubgetriebe-Programm des Unternehmens bereichert.)

Die elektromechanischen Zylinder der Baureihe EMC verbinden laut Anbieter die Vorteile schlank bauender Zylinder mit den Pluspunkten der digitalen Regelungsmöglichkeiten elektrischer Antriebe. Sie überzeugen daher durch Positioniergenauigkeit und Dynamik, und decken zudem eine große Bandbreite kinematischer Anwendungen ab. In vielen Fällen lassen sich mit ihrer Hilfe die Taktzeiten reduzieren und die Flexibilität von Fertigungs- oder Montageprozessen verbessern. Dank ihrer kompakten Bauweise eignen sich die einbaufertigen Antriebseinheiten auch für den Einsatz unter beengten Bedingungen. Sie bestehen aus eloxierten Aluminiumprofilen in ISO-Standardmaßen und integrierten Hochpräzisions-Kugelgewindetrieben mit verschiedenen Durchmessern und Steigungskombinationen. Längenvariabel erreichen sie Hübe von bis zu 1.500 mm.

Optimiert für reinigungsintensive Anwendungen

Auf der Motek präsentierte ANT nun erstmals die nächste Generation der elektromechanischen Zylinder vom Typ EMC, die ab sofort das Hubgetriebe-Programm des Unternehmens bereichert. Sofort ins Auge fällt dabei, dass die Konstruktion der kompakten Antriebseinheiten nach den Prinzipien des Hygienic Design optimiert wurde. Das bedeutet konkret: Die Gehäuse haben nun keine Rillen, Riefen oder Nute mehr, in denen sich Schmutzpartikel einnisten könnten. Optional lassen sich sogar die Schrauben an der Stirnseite abdecken bzw. „verschließen“. Da die neuen EMC-Zylinder im Programm von ANT außerdem in der Spritzwasser-Schutzklasse IP65 ausgeführt sind (gilt auch für das Riemenvorgelege), eignen sie sich für Anwendungen mit erhöhten Hygiene-Ansprüchen und kurzen Reinigungszyklen wie sie typisch sind für die Produktions-, Verpackungs- und Montageanlagen der Lebensmittelindustrie. Bei den IP65-Ausführungen verhindert zudem eine Druckausgleichsöffnung, dass im Zylinder ein Über- oder Unterdruck entstehen kann.

Zusätzlich noch mit Dichtungen und Abstreifern aus chemisch resistenten Materialien ausgestattet ist die neue Ausführung IP65+R. Sie verleiht den EMC-Zylindern im ANT-Portfolio eine besondere Beständigkeit in aggressiven Umgebungen wie sie beispielsweise in vielen Anlagen der Chemie- und Prozesstechnik anzutreffen sind.

Starker Zylinder mit Kraftsensor

Die neu ins Programm aufgenommene Baugröße EMC100-XC-2 (Extra Capacity) ist die stärkste Variante für besonders hohe Traglasten. Sie erhöht die Kraftdichte für Vorschubkräfte auf bis zu 56 kN und empfiehlt sich damit als Lösung für viele Anwendungen in Umformtechnik, Handhabungstechnik, Fördertechnik sowie auch in der spangebenden Fertigungstechnik. Der neue EMC-100-XC baut etwas länger als die Normalausführung EMC-100-NN-2. Er verfügt zudem über ein größeres Festlager und einen größeren Kugelgewindetrieb. Der Profilquerschnitt ist allerdings gleich.

Erfreulich für viele Kunden von ANT ist, dass die Gehäuse der neuen EMC in den Abmessungen identisch sind mit jenen der ersten Generation. Das sichert die Kontinuität in der Instandhaltung und gewährleistet den einfachen 1:1-Austausch. Hinsichtlich ihrer technischen Daten schneidet die zweite EMC-Generation in allen Baugrößen mindestens gleichgut, oft aber besser ab. Die Integration der Elektromechanik-Zylinder EMC in zentrale Schmierstoff-Versorgungssysteme wurde durch eine Neugestaltung der Schmierstoffanschlüsse vereinfacht. Anwender, die spezielle branchentypische Schmiermittel verwenden, erhalten die neuen Baugruppen von ANT auch ohne eine werkseitige Erstbefettung.

Neuerungen im Detail

Alle neuen EMC-Ausführungen erhält der Kunde auf Wunsch auch mit einem Kraftmessbolzen. Diese Sensoren können am Kolbenstangenende oder am Riemenvorgelege platziert werden und übermitteln die gemessenen Kraftwerte mit einem +/-10 V Signal analog an einen angeflanschten Antrieb. Die Auswertung übernimmt ein im Antrieb integriertes Motion-Logic-System (Option). Die dezentrale Prozessregelung kann ohne eine aufwändige Einbindung in übergeordnete Steuerungssysteme erfolgen. Im Antrieb integrierte und zertifizierte Sicherheitsfunktionen „Safety on Board“ ermöglichen dem Konstrukteur zudem die einfache normenkonforme Umsetzung der aktuellen Maschinenrichtlinie. Abgestimmt auf alle sieben neuen EMC-Baugrößen bietet ANT seinen Kunden ein breites Spektrum an passenden Servomotoren und Antriebsreglern. So lassen sich mit den neuen elektromagnetischen Zylindern auf vielfältige Weise komplette Antriebsysteme gestalten.