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Kundenwünsche erkennen mit Systems Engineering

Wer seine Produkte gewinnbringend vermarkten möchte, sollte zunächst nicht an das Produkt selbst denken, sondern daran, was der Kunde davon erwartet. In der Regel wünschen sich Anwender ein Fabrikat mit hoher Zuverlässigkeit bei gleichzeitig geringem Wartungsaufwand. Für die Fertigung sind neben diesen Aspekten die Faktoren Zeit und Kosten entscheidend. Mithilfe von Systems-Engineering-Methoden, wie beispielsweise einem gut integrierten Product Lifecycle Management (PLM), gelingt es Unternehmern, Geschäftsprozesse zu strukturieren und die IT-Systeme zur Verwaltung und Steuerung der Produktdaten festzulegen.

20. September 2018
Bild 1: Kundenwünsche erkennen mit Systems Engineering (Georg Hünnemeyer, Systems Engineer und Geschäftsführer der Hünnemeyer Consulting GmbH: Zunehmende Systemvernetzungen infolge der Digitalisierung verlangen Innovationen, steigern zeitgleich die Komplexität der Produktpalette und somit auch des Arbeitsaufwands.)

„Mit diesen Maßnahmen können Betriebe ihre Produkte termingerecht und in einem vorab definierten Kostenrahmen entwickeln“, so Georg Hünnemeyer, Systems Engineer und Geschäftsführer der Hünnemeyer Consulting GmbH.

Komplexität eindämmen

Kundenzufriedenheit erreichen Unternehmen durch eine schnelle, nachhaltige und risikoarme Produktentwicklung. „Zunehmende Systemvernetzungen infolge der Digitalisierung verlangen Innovationen, steigern zeitgleich die Komplexität der Produktpalette und somit auch des Arbeitsaufwands“, erläutert Hünnemeyer. „Systems Engineering hilft Standards in der Projektarbeit zu etablieren. Dabei berücksichtigt die Methode alle Faktoren des Entwicklungsprozesses wie die Zeit-, Budget- und Qualitätsplanung.“ Auf diese Weise behalten die Unternehmer einen Überblick über die immer vielseitigeren und technologisch fortschrittlichen Prozesse. PLM strukturiert die Betriebsorganisation mithilfe festgelegter Geschäftsprozesse. Außerdem geben IT-Systeme zur Verwaltung und Steuerung der Produktdaten eine Übersicht über alle Abläufe im gesamten Lebenszyklus eines Produktes, von der Entwicklung bis zum Vertrieb beziehungsweise zur Entsorgung.

Agiles Zusammenspiel

Um den hohen Produktanforderungen gerecht zu werden, arbeiten bei der Methode des Systems Engineering verschiedene Ingenieursdisziplinen zusammen. Dazu gehören beispielsweise die Bereiche Systems Engineering, Mechatronik und Elektronik sowie die Faktoren Kommunikation, Internet und Vernetzung. All dies trägt entscheidend zur Gestaltung jedes Produktes bei. „Die Aufteilung des Systems in separate Einheiten während des gesamten Entwicklungsprozesses ermöglicht einen Überblick und sichert die Integrität der Unterstrukturen für das Gesamtsystem“, betont der Systems Engineer. Durch diesen Wechsel von Zusammenspiel und Austausch kommt es zu einer schnellen, nachhaltigen sowie risikoarmen Produktentwicklung. Infolgedessen gelingt es Unternhemen, Kundenanforderungen zu erfüllen. „Die erfolgreiche Produktentwicklung ist immer auch von der Agilität eines Betriebes abhängig: Eine schrittweise Vorgehensweise verlangt sowohl den Entwicklern und Unternehmen als auch den Kunden einiges ab“, so Hünnemeyer. „Hier ermöglichen kurze Entwicklungszyklen eine permanente Anpassung des Vorgehens an die wechselnden Bedingungen oder Anforderungen.“ Diese agile Herangehensweise können Betriebe nur erreichen, wenn allen Beteiligten ausreichend Handlungsspielraum gelassen wird.

Projektgröße unerheblich

Systems Engineering unterstützt Ingenieure bei der Erkennung von Kundenwünschen sowie der anschließenden Umsetzung der Anforderungen. Dabei zählt nicht die Größe des Projektes, denn jedes noch so komplexe Produkt lässt sich mithilfe der Methode ohne großen Dokumentationsaufwand systemisch erfassen. Ein gut strukturiertes Product Lifecycle Management übersetzt komplexe Prozesse direkt in entsprechende Produktanforderungen. Auf diese Weise lässt sich eine termin- und budgetgerechte Projektarbeit realisieren – ganz im Sinne des Kunden. „Das Zeitalter Industrie 4.0 bringt tief greifende Veränderungen in sämtlichen Geschäftsbereichen mit sich. So gerät der Vertrieb eines Produktes vermehrt in den Hintergrund: Statt ‚Sell the product‘ heißt es nun ‚Sell with the product‘. Dabei gewinnen Dienstleistungskonzepte zunehmend an Bedeutung und auch die Total Cost of Ownership sowie stringente Businesspläne rücken in den Vordergrund“, erklärt Hünnemeyer.

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